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Glossar

Einige Definitionen …

Cis

Menschen, die in dem bei ihrer Geburt zugewiesenen Geschlecht leben bzw. sich damit wohlfühlen und identifizieren. 

Frau

Oft bezeichnet man als Frau eine erwachsene Person mit weiblichen körperlichen Merkmalen, wie z. B. bestimmten Fortpflanzungsorganen oder Chromosomen (typischerweise XX). Jedoch ist „Frau“ auch eine gesellschaftliche Rolle, die mit bestimmten Erwartungen, Rechten und Erfahrungen verbunden ist. Viele verstehen eine Frau als jemanden, die sich selbst als Frau erlebt und identifiziert, unabhängig von den bei der Geburt zugewiesenen körperlichen Merkmalen.

Mädchen 

Ein Mädchen ist eine junge weibliche Person, ein weibliches Kind oder eine Jugendliche, die noch nicht erwachsen ist, wobei der Begriff auch für eine junge ledige Frau oder eine Tochter verwendet wird. Es stammt vom Wort „Magd“ ab, wurde früher auch für eine Hausangestellte genutzt und ist grammatikalisch ein Neutrum (das Mädchen).

Trans

Menschen, deren Geschlecht nicht mit dem übereinstimmt, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, sind trans. Trans Personen können sich entweder als Mann, als Frau oder als nichtbinär identifizieren. Nicht alle Menschen, auf die das zutrifft, nennen sich selbst trans – deshalb sollten Menschen wie immer selbst entscheiden, wie sie sich bezeichnen möchten. Das Wort „trans“ wird meist wie ein Adjektiv benutzt: Es steht vor dem Nomen und wird klein geschrieben, zum Beispiel „trans Mann“ oder „trans Frau“.

Opfer/ Betroffene/ Überlebende

„Opfer“, „Betroffene“ und „Überlebende“ sind Begriffe, die unterschiedliche Perspektiven auf Menschen nach traumatischen Ereignissen beschreiben: Opfer betont Passivität, Überlebende (Survivor) hebt Stärke hervor, während Betroffene neutraler ist und alle Phasen der Erfahrung einschließt, wobei viele Betroffene „Überlebende“ bevorzugen, um ihre Resilienz zu betonen, was sie durch ihre Bewältigung erreicht haben, anstatt als hilflos wahrgenommen zu werden.

Menschen, die Gewalt erfahren haben, definieren sich unterschiedlich als Opfer, Betroffene*r, Überlebende*r und das ist gut so.

Rape Culture

Englischer Begriff, der sich mit „Vergewaltigungskultur“ übersetzen lässt. Gemeint sind eine Kultur oder gesellschaftliche Strukturen und Einstellungen, die dazu beitragen, dass Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt verharmlost und dadurch toleriert werden.Eine Gesellschaft, die Sexismus toleriert, fördert die Akzeptanz von geschlechtsspezifischer Gewalt. Einzelne, scheinbar harmlose sexistische Handlungen oder Witze schaffen ein gesellschaftliches Klima der Einschüchterung und Unsicherheit und fördern damit die Rape Culture.

Sie haben geschlechtsspezifische oder sexualisierte Gewalt erlebt? Das Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 116 016 ist es rund um die Uhr in 18 Sprachen erreichbar. Hier finden Sie weitere Anlaufstellen, an die Sie sich als Betroffene*r oder als Vertrauensperson einer*eines Betroffenen wenden können: https://gemeinsam-gegen-sexismus.de/ueber-sexismus/hilfe-fuer-betroffene/

They

„They“ ist ein geschlechtsneutrales Pronomen aus dem Englischen, das für einzelne Personen verwendet wird. Es wird genutzt, wenn das Geschlecht einer Person unbekannt ist, keine Rolle spielen soll oder wenn sich die Person nicht in binären Kategorien, wie männlich/weiblich wiederfindet. „They“ trägt zu einer inklusiveren und respektvolleren Sprache bei, indem es Menschen ermöglicht ohne geschlechtliche Zuschreibung angesprochen zu werden. Die Verwendung von „they“ folgt dem Grundsatz, dass jede Person selbst bestimmt, welche Pronomen ihre Identität am besten widerspiegeln.

Pangender

Als pangender können sich Personen bezeichnen, die sich mit allen Geschlechtsidentitäten identifizieren, beziehungsweise deren Geschlecht sich aus vielen verschiedenen Geschlechtsidentitäten zusammensetzt.

Queer

Queer ist ein Sammelbegriff für Personen und eine Selbstbezeichung, deren geschlechtliche Identität (wer sie in Bezug auf Geschlecht sind) und/oder sexuelle Orientierung (wen sie begehren oder wie sie lieben) nicht einer cis-geschlechtlichen und/oder heterosexuellen Idee entsprechen. Dazu gehören etwa Menschen, die homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell sind oder nichtbinär, trans oder intergeschlechtlich. Dabei ist wichtig zu beachten, dass sich nicht alle Betroffenen als Queer outen. 

Schwarz

Schwarze Menschen ist eine Selbstbezeichnung und beschreibt eine von Rassismus betroffene gesellschaftliche Position. „Schwarz wird großgeschrieben, um zu verdeutlichen, dass es sich um ein konstruiertes Zuordnungsmuster handelt und keine ‘reelle Eigenschaft‘, die auf die Farbe der Haut zurückzuführen ist. So bedeutet Schwarz-Sein in diesem Kontext nicht, einer tatsächlichen oder angenommenen ‚ethnischen Gruppe‘ zugeordnet zu werden, sondern ist auch mit der gemeinsamen Rassismuserfahrung verbunden, auf eine bestimmte Art und Weise wahrgenommen zu werden.“

Weiß

„Weiß“ und „Weißsein“ bezeichnen ebenso wie „Schwarzsein“ keine biologische Eigenschaft und keine reelle Hautfarbe, sondern eine politische und soziale Konstruktion. Mit Weißsein ist die dominante und privilegierte Position innerhalb des Machtverhältnisses Rassismus gemeint, die sonst zumeist unausgesprochen und unbenannt bleibt. Weißsein umfasst ein unbewusstes Selbst- und Identitätskonzept, das weiße Menschen in ihrer Selbstsicht und ihrem Verhalten prägt und sie an einen privilegierten Platz in der Gesellschaft verweist, was z.B. den Zugang zu Ressourcen betrifft. Eine kritische Reflexion von Weißsein besteht in der Umkehrung der Blickrichtung auf diejenigen Strukturen und Subjekte, die Rassismus verursachen und davon profitieren, und etablierte sich in den 1980er Jahren als Paradigmenwechsel in der englischsprachigen Rassismusforschung. Anstoß hierfür waren die politischen Kämpfe und die Kritik von People of Color.

Links

https://queer-lexikon.net/

https://gemeinsam-gegen-sexismus.de

https://www.amnesty.de/glossar-fuer-diskriminierungssensible-sprache