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Theaterblog

Onomatopoesie – Die Proben haben angefangen!

Onomatopoesie: Eine Sprachoper mit Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich

Mittwoch, 7. Dezember 2022

8:30 – *Luca (Theaterpädagogin) , Anna (Theaterpädagogin) und Sonja (Dolmetscherin und Sprachanimationsleiterin) erwarten die 42 Jugendlichen an der Jugendherberge, um sie Willkommen zu heißen!

9 Uhr – *Ankommen an der Jugendherberge: Der Bus aus Freyming-Merlebach kommt an, die Jugendlichen aus Saarbrücken tröpfeln langsam ein

10 Uhr – *Erster Workshop und Kennenlernen:

Die französische Gruppe lernt Anna kennen. Sie spielen mit Stimme, Wörtern, veranstalten Slowmotion-Wettbewerbe und bilden einen Chor aus Fantasiesprache…

Die deutsche Gruppe arbeitet mit Luca und stellt einen Weltrekord im Klatschkreis-Klatschen auf. Sie unterhalten sich über ihre Stärken, erfinden Silbenwörter und bekommen Einblicke in den Verlauf des Projekts.

12 Uhr – *Erstes Essen zusammen in der Jugendherberge

13 Uhr – Mit Musikbox in der Hand und Lieblingsliedern der Jugendlichen spazieren wir Richtung Theater und zeigen dabei den französischen Jugendlichen Saarbrücken. Jeder Platz und jeder Park diente auf dem Weg für Übungen und Theaterspiele.

*Ankommen am Theater und kurz Zeit für ein Foto.

14 Uhr  – *Workshop auf der Probebühne mit Luca und Übersetzung und Sprachanimation mit Sonja.

*Wir experimentieren mit Bildern aus Romeo und Julia.

17 Uhr – *Müde laufen wir zurück in die Jugendherberge

*Nun ist Zeit für ein gemeinsames  Abendbrot

20 Uhr – *abends frei Workshoparbeit: Die Teilnehmer*innen wählen einen Workshop, der sie interessiert: Schreibworkshop, Sprachanimation und Inspirationsbilder

22 Uhr – Ab ins Bett, gute Nacht! Allez vous coucher! Bonne nuit!

Donnerstag, 8. Dezember 2022

8:30 – *Frühstück/Petit déjeuner in der Jugendherberge

9 Uhr – *kurzes Warm Up draußen in der Dezember Kälte

9:30 – *frei Workshoparbeit: Schreibworkshop, Sprachanimation und Inspirationsbilder

12 Uhr – *Nochmal ein gemeinsames Essen

13 Uhr – *Tanzworkshop im großen Ballettsaal des Theaters mit Luca und Anna

14 Uhr – * Anna erarbeitet Heldenbilder mit den Teilnehmer*innen: Heldentanz  im Ballettsaal

 *Führung durch das Theater mit Luca, Sonja und Marc

*Hier die Gruppe auf der Bühne im Bühnenbild von Fledermaus:

19:30 Uhr – * kurze Pause auf dem Weihnachtsmarkt

*Alle laufen Richtung Alte Feuerwache. Dort besuchen sie die Tanzvorstellung AUFBRÜCHE/DEPART: Choreographien von Moritz Ostruschnjak und Marioenrico D’Angelo

22:00 Uhr – Im Anschluss an die Vorstellung  lernen die Jugendlichen die Tänzer*innen des Saarländischen Staatsballetts kennen. Sechs Tänzer*innen sind sogar für einen Nachgespräch da und beantworten die Fragen der Jugendlichen.

*Und wir machen natürlich noch Fotos mit den Tänzern.

Freitag, 9. Dezember 2022

8:30 Uhr – *ein letztes gemeinsames Frühstück in der Jugendherberge und Koffer packen

9:00 Uhr – *wir gehen wieder los Richtung Staatstheater

In einem Workshop werden alle Ergebnisse der letzten beiden Tage gesammelt und in Standbildern kreativ in Szene gesetzt.

12:00 Uhr – Picknick im Theater

12:30 Uhr – Austausch zwischen den Sprachen in der Gruppe

13 Uhr – Verbeugung und Applaus mit und für jeden

14 Uhr –  Abschluss und kollektive Umarmung – Calin collectif auf der Probebühne, Tschüss, Salut!

Bis Bald! On se revoit bientot !

Dieses Projekt wird gefördert vom Deutsch-Französischen Jugendwerk

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Hinter dem Vorhang

NAFULES REISEN – Klezmer für Kinder im Staatstheater

Sie lacht, sie faucht, sie weint, sie singt… Wenn Helmut Eisel auf der Klarinette spielt, vergisst man alles um sich herum. Tatsächlich: Er erzählt, spricht durch sein Instrument. Im Kinderkonzert NAFTULES REISEN wird genau das zum Thema.

Der große Musikus und Wandermusikant Naftule – gespielt von Helmut Eisel – stammt aus Sinfonien. Einem Land, in dem nur mit Klang, Tönen, Rhythmus gesprochen wird, nicht aber mit Worten. Gemeinsam mit einem Streichquartett des Saarländischen Staatsorchesters nimmt Naftule das Publikum mit auf eine Reise in die Welt des Klezmers. Es geht nach Jerusalem, Budapest, Berlin und sogar bis in die USA. Die Arrangements sowie die Geschichte über Naftule stammen allesamt aus der Feder von Helmut Eisel.

Wie die Figur Naftule ist auch Helmut Eisel im echten Leben ein ganz außergewöhnlicher Musiker. Einer, dem schon immer wichtig war, möglichst individuell zu klingen – und der in seiner Jazz- und Bigbandzeit irgendwann wieder die Klarinette auspackte, weil es ihn nervte, dass es in dieser Szene so viele Saxophonisten gab. Einer, der erst Mathematik studierte – mit dem Hintergedanken, damit ausreichend Geld zu verdienen, um nur auf einer halben Stelle zu arbeiten, um genug Zeit für die Musik zu haben, die er wirklich machen will. Einer, der irgendwann auf den weltberühmten Klarinettisten Giora Feidman traf, der später über ihn sagte: »Wenn du nur ein paar Takte hörst, weißt du sofort, das ist Helmut! Und wenn nicht, dann ist er’s auch nicht!«. Die beiden verbindet mittlerweile eine jahrelange Zusammenarbeit und Freundschaft. Helmut Eisel kehrte zu Beginn der 1990er Jahre der Unternehmensberatung und Softwareentwicklung ganz den Rücken und zählt inzwischen zu den vielseitigsten, bedeutendsten und interessantesten Klezmer-Musikern der heutigen Zeit.

Als Improvisations- und Klezmer-affine Theaterpädagogin und Musikerin freue ich mich riesig, an dieser Kooperation beteiligt zu sein und genieße die Probenarbeit. Nicht selten passiert es zum Beispiel, dass die vier Musiker*innen des Staatstheaters beratschlagen, wie sie in das rhythmische Feeling für das jeweilige Stück finden. Dann fallen Sätze wie »Also in unserer Sprache übersetzt heißt das glaub ich …«. Und nicht zum ersten Mal in der Zusammenarbeit mit klassisch ausgebildeten Musikern ist Helmut Eisel damit konfrontiert, dass sich die Orchestermusiker*innen zu sehr an sein Tempo anpassen wollen. Denn wenn er soliert, dann spielt er oft absichtlich eher hinter dem Beat – im Jazz würde man sagen laidback. In Klezmer- oder Jazzbands wäre das völlig klar – die Orchestermusiker*innen hingegen haben eigentlich gelernt, auf das Tempo des Solisten zu reagieren. Und auch bei manchen Tönen in der Partitur vergewissern sich die vier Musiker*innen vorsichtshalber, ob dieser oder jener ungewöhnliche, notierte Klang tatsächlich so richtig sei.

Und trotzdem: Es harmoniert schnell innerhalb des Ensembles und schon bei der zweiten Probe habe ich den Eindruck, dass sich das Gefühl für die Musik über Helmut Eisel auf die anderen Musiker*innen mehr und mehr überträgt. Ich bin überzeugt, dass sich auch unser junges Publikum nicht dem Bann der Klezmer-Musik entziehen kann.

Wer mit mir – in meiner Rolle als Pino, der Erzählerin – den wilden, fröhlichen und auch sentimentalen Klängen der fünf Musiker*innen lauschen oder gar dazu tanzen will, hat am 20. Oktober (Donnerstag, 10:00 Uhr) und 21. Oktober (Freitag, 10:00 Uhr) Gelegenheit.  Der 6. November ist bereits ausverkauft.

Bis dahin kümmern wir uns noch um Federboas, Ketten und Hüte – damit alles darauf vorbereitet ist, wenn wir gemeinsam mit Naftule das Berlin der 1920er Jahre besuchen.

Johanna Knauf
Theaterpädagogin für Konzert und Musiktheater

Weitere Informationen und Konzerttermine findet man auf der Website von Helmut Eisel: helmut-eisel.de

Karten gibt es an der Vorverkaufskasse über 0681 3092 486, oder kasse@staatstheater.saarland

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Der Dramaturgieschreibtisch

Warum zur Hölle Theaterpädagogik?

Eine Annäherung an die Theatervermittlung

Warum brauchen wir Vermittlung von Theater? Wie kümmert sich die Theaterpädagogik darum?  Sollte sich das Theaterstück nicht selbst erklären? Was läuft mit Zuschauer*innen falsch, wenn sie »nichts verstehen«? Was läuft mit Theaterschaffenden falsch, wenn sie Kunst produzieren, die »keiner versteht«?

Und was ist Theaterpädagogik eigentlich?

Ganz kurz vorab: Es gibt insgesamt drei Theaterpädagoginnen am Saarländischen Staatstheater. Sie vermitteln Theater jeden Tag auf unterschiedlichste Weise. Sie geben Einblicke in den Theateralltag und die Institution. Sie leiten Theaterübungen an, um Theaterabende in ihrer Entstehung verständlich zu machen. Sie machen Stücke mit nichtprofessionellen Spieler*innen. Sie vermitteln Treffen und Erlebnisse mit den Künstler*innen des Staatstheaters, mit Musiker*innen, Schauspieler*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Regisseur*innen.

Warum eigentlich?

Drei Punkte könnten hierbei eine Rolle spielen:

  1. Theaterpädagogik, weil Bildungsauftrag
  2. Theaterpädagogik, weil ohne Publikum ist alles nichts
  3. Theaterpädagogik, weil Erfahrung mehr wiegt als theoretisches Wissen

Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich selbst als »Kulturstaat«. Dies hat zwar bis jetzt keinen ausdrücklichen Eingang in das Grundgesetz gefunden, es definieren aber mehrere Rechtsprechungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschland explizit als »Kulturstaat«. Auch aus dem Artikel 35 des Einigungsvertrages leitet sich der kulturelle Bildungsauftrag ab. Darin wird ebenso der Begriff »Kulturstaat« verwendet.
Der Spielplan eines Theaters, die Formate oder interaktiven Workshops sind reiches Material für die Bildung der Menschheit. Der Fähigkeit des Umgangs mit sich selbst im Spiegel der Gesellschaft ist ein demokratisches Ideal, das das Theater in seinem reflektierten Angebot perfekt bedient.

Das ist auch der Grund, weshalb die öffentliche Hand (in diesem Fall zu gewissen Teilen der Bund, die einzelnen Bundesländer und Kommunen) in Deutschland Kunst und Kultur jedes Jahr mit rund acht Milliarden Euro subventioniert. Daraus resultiert eine reiche Theaterlandschaft in Deutschland, die ihresgleichen sucht und einer breiten Masse an Menschen zur Verfügung steht.

Der kulturelle Bildungsauftrag, der mit diesen Subventionen verbunden ist, kann allerdings nur dann konsequent erfüllt werden, wenn der jeweilige Kulturbetrieb möglichst viele Besucher*innen erreicht. Die Theater müssen selbst Besucher*innen bzw. Nutzer*innen finden, die ihre Leistungen und Angebote in Anspruch nehmen, weil ansonsten der kulturpolitische Auftrag abstrakt bleibt. Für Besucher*innen können dabei folgende Fragen zur Hürde werden: Wie sind die Preise für Theaterkarten und kann ich mir das überhaupt leisten? Wie sieht das Angebot des Theaters aus und wie kann ich davon erfahren? Aber vor allem auch: Kann ich Theater verstehen? Habe ich etwas davon? Und genau bei dieser Nutzenfrage kommt die Theaterpädagogik ins Spiel.

Ohne Publikum ist alles nichts: Wollen Alle an Kultur teilhaben?

Das große Ziel: Die intrinsische Motivation ein Theater zu besuchen. Aus sich selbst heraus die Motivation spüren Kunst zu konsumieren. Wer den Genuss oder den persönlichen Nutzen eines Theaterbesuchs für sich nicht erkennt, der hat keinen Grund ins Theater zu gehen.

Gute Gründe beruhen oft auf positiven Erfahrungen. Hier sollen nun einige Gründe genannt werden, die für einen Theaterbesuch sprechen. Es besteht keine Garantie auf Vollständigkeit (Die Autorin freut sich über Ergänzungen).

Da wäre zum einen der soziale Faktor. Freunde finden, Unterhaltungen führen, Sehen und Gesehen werden, ein romantischer Abend zu zweit. Das Theater als Ort der Begegnung.

Dann wäre da natürlich der künstlerische Genuss, den die Darbietung auf der Bühne mit sich bringt. Das wohlige Kribbeln, das sich einstellt, wenn man ein schönes Bild oder eine weite Landschaft sieht, eine wundervolle Melodie hört oder sich Puzzleteile in einem spannenden Buch zusammenfügen, euphorisiert und beglückt.

Den dritten Faktor könnte man als »Anregung« oder »Aufregung« bezeichnen. Ein Thema, eine Geschichte, ein Bild oder eine Darstellung, die aufwühlen, berühren oder tief ins Herz treffen. Das kann starke Rührung sein, wenn man sich an persönliche Situationen erinnert fühlt oder aber auch Wut und Ärger über das Gezeigte. In diesem Moment spürt man Widerstand und ist nicht einverstanden mit dem Gesagten, fühlt sich vielleicht sogar provoziert. Positiv wäre daran die eigene starke Meinung zu einem Thema zu erkennen und danach in Diskussion mit anderen zu kommen. Solche Diskurse und bereichern den kritischen Austausch über Werte und gesellschaftliche Themen und das Zusammenleben.

Als letzten Punkt nenne ich hier den Zauber der Präsenz aller Künstler*innen und Zuschauer*innen und das Wissen, dass man jederzeit Zeuge eines unvorhergesehenem Ereignisses werden könnte. Man könnte es auch als »Live-Erlebnis« bezeichnen. Der berühmte Kitzel dabei ist nicht nur die Einzigartigkeit des Moments, sondern auch die Möglichkeit das Geschehen auf der Bühne zu beeinflussen (durch Gelächter, Rufe oder Türenschlagen). Es ist spürbar, dass auch die Darsteller*innen vom Publikum beeinflusst werden. Daraus resultiert ein einzigartiger Moment, eine gemeinsame Zeit die man teilt.

Es braucht für Theatergenuss möglicherweise doch noch eine Voraussetzung. Man könnte annehmen, dass ein gutes Theatererlebnis aus 50% bekannten und 50% unbekannten Zeichen besteht. Damit herrscht eine perfekte Harmonie zwischen Wissen und Lernen. Ein Ungleichgewicht würde einerseits zu Langeweile, weile man alles kennt, und andererseits zu Überforderung führen, weil alles verschlüsselt bleibt. Beides ist weniger unterhaltsam und ein Folgebesuch wird unwahrscheinlicher.

Die Aufgabe der Theaterpädagogik besteht darin, das Gleichgewicht herzustellen zwischen unlesbaren und bekannten „Zeichen“ auf der Bühne. Hier kommt auch wieder der kulturelle Bildungsauftrag des Theaters ins Spiel. Theater sind nicht nur für die künstlerischen Inhalte auf der Bühne verantwortlich, sondern auch für deren Vermittlung und „Publikumsverträglichkeit“. In gewisser Form müssen also genügend Impulse und Neuheiten vorhanden sein, dass man das Publikum fordert und bildet, man muss es aber auch abholen und an vorhandene Sehgewohnheiten anknüpfen.

Kulturelle Bildung und somit die Theaterpädagogik mit ihren Mitteln ist Voraussetzung für kulturelle Teilhabe. Sie ist Allgemeinbildung, weil sie Menschen dazu befähigt, sich mit Kunst und Kultur zu sich selbst und zur Welt zu verhalten. Sie ist Persönlichkeitsbildung mit kulturellen Ausdrucksformen, mit Künsten und im Spiel.

Die Institution Theater ist Schnittstelle zwischen Kunst und Gesellschaft. Die Produktionen des Saarländischen Staatstheaters werden durch moderierten Kontakt mit den Künstlern, methodisch-didaktische Aufbereitungen in Form von Workshops der Theaterpädagogik und angeleiteten Theatergruppen zugänglich und diskutierbar gemacht.

Erfahrung wiegt mehr als theoretisches Wissen: Sollten Alle an Kultur teilhaben?

Ja! Jeder wirklich jeder sollte teilhaben können. Die Theaterpädagogik versteht sich dabei weniger als Vermittlerin von Wissen, sondern als Erfahrungsvermittlung. Das macht es möglich auf alle Bedürfnisse einzugehen. Das „Einfach-Tun“ steht vor dem intellektuellen Hinterfragen und „Zerdenken“. Wir geben praktische Einblicke in den Theateralltag, vermitteln Gespräche mit Künstler*innen, Dramaturg*innen und Bühnenhandwerker*innen. Kunst und Kultur werden auf einer Ebene zugänglich gemacht, die jede und jeden gleichermaßen fordert wie fördert.

Dabei wird sowohl Kritikfähigkeit vermittelt, als auch Demokratisierung ermöglicht. Die Theaterpädagogik bietet Vokabeln an, um über das Gesehene ins Gespräch zu kommen und persönliche Eindrücke in Worte fassen zu können.

Wir sind direkte Ansprechpartner*innen für Lehrer*innen und Multiplikator*innen und nehmen die Angst vor einem „komplizierten“ Theaterbesuch. Dazu stellen wir Material zur Verfügung, dass wir gegebenenfalls an Bedürfnisse und Wünsche anpassen und bieten Workshops an.

Diese Workshops sind dabei das wichtigste Werkzeug: In praktischen Unterrichtseinheiten findet das Kerngeschäft der Theaterpädagogik statt. Hier werden persönliche Erfahrung produziert und neue Sichtweisen durch Ungewohntes präsentiert. Ziel ist es, einen bestimmten Fokus auf einen Theaterabend zu lenken, um der Überforderung entgegen zu wirken, aber auch neue Details zu entdecken und eine größere Spannung zu erzeugen. Durch verschiedene Themen, wie Bühnenkomposition, Körperhaltung, Körperlichkeit, Figuren, klare Sprache, Chöre oder musikalische und literarische Motive wird ein Wiedererkennen generiert, Verknüpfungen zwischen künstlerischem Produkt und Alltag werden hergestellt und die Zuschauer*innen fühlen sich mit den Geschehnissen auf Bühne verbunden.

Ein Workshop grenzt sich klar zu theoretischem Unterricht und einer reinen Wissensvermittlung ab. Er beginnt immer mit einem Warm-up, dem sogenannten „Icebreaker“. Hier wird das zentrale Thema erfasst und das Vorwissen der Gruppe einbezogen. Danach werden innerhalb der Gruppe Mittel der Inszenierung oder Material spielerisch, erprobt und kennengelernt. Das können Körperhaltungen, Spielweisen oder bildliche Motive aus dem bevorstehenden Theaterabend sein. Nach diesem Kennenlernen werden die Teilnehmer*innen selbst zu Kunstschaffenden, indem sie das Erprobte selbst umsetzen und kreativ werden können. Die Ergebnisse werden am Ende des Workshops in einer Präsentation vorgestellt und es schließen sich kurze Gespräche darüber an.

Also ganz kurz: Was ist Theaterpädagogik?

Theaterpädagogik vermittelt wie Kritik geäußert werden kann, wie bestimmte Zeichen gelesen werden, begeistert für die Außergewöhnlichkeit von Kunst, vermittelt einen Blick auf Profession und wird so zur Grundlage eines genussvollen Theaterbesuchs.

Luca Pauer,
Leiterin der Theaterpädagogin und künstlerische Leiterin sparte4

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Hinter dem Vorhang

Spielzeit-Vorfreude: TPZ

Eine persönliche Spielplanvorstellung der Theaterpädagoginnen

Die Theaterpädagoginnen des Saarländischen Staatstheaters haben vor allem eines im Sinn: Den Spielplan möglichst nah an Menschen heranbringen. Und Nähe entsteht ja vor allem durch emotionale Verbindung und persönliche Ansprache. Ganz nach der Maxime »Was du selbst besonders gerne magst, das empfehle weiter«, stellen Anna Arnould-Chilloux, Johanna Knauf, Meike Koch und Luca Pauer ihre Herzensprojekte 2022 und 2023 vor.

Anna Arnould-Chilloux

Als Theaterpädagogin für Schauspiel und Tanz freue ich mich diese Spielzeit wieder die Schreibwerkstatt zu veranstalten und mit der Gruppe so oft wie möglich zu schreiben.
Unser Ziel ist ein eigenes Stück zu schreiben. Wir arbeiten auch mit Stücktexten, die in der Spielzeit gespielt werden und analysieren Methoden der Texte, die uns am meisten bewegen.

Natürlich freue ich mich auch auf viele Vermittlungs-Workshops, die ich in saarländischen Schulen das ganze Jahr über machen werde. Ich finde es besonders spannend jedes Mal eine neue Gruppe kennenzulernen und den Schüler*innen etwas Neues und Verrücktes zu präsentieren. Da das Stück TERROR im Saarland Schullektüre ist, werden bestimmt viele Lehrer*innen sich bei uns melden. Ich freue mich sie in ihrer Arbeit zu unterstützen und einen künstlerischen Zugang zu diesem Stoff zu ermöglichen.
Und last but not least bin ich sehr gespannt auf das Projekt ONOMATOPOESIE, ein deutsch-französisches Jugendorchesterprojekt, das wir von Dezember bis Juli proben werden. Wir planen schon seit mehr als einem Jahr und nun wird es endlich Realität. Schüler*innen aus der Schule Rastbachtal (Saarbrücken), aus dem Collège Claudie Haigneré (Freyming- Merlebach) und aus dem Collège Himmelsberg (Sarreguemines) werden sich während der Spielzeit im Theaterprojekt kennen lernen und miteinander spielen. Premiere feiern wir am 7. Juli auf die Bühne des Großen Hauses.

Johanna Knauf

Als ich im Februar 2020 voller Elan am Staatstheater als Theaterpädagogin für Konzert und Musiktheater startete, begann bereits nach ein paar Wochen die Pandemie. Ausnahmezustand. Statt die vielen Mitarbeitenden des Hauses kennenzulernen, sollten wir uns nun eher aus dem Weg gehen. Und statt Schulklassen bei uns im Theater zu empfangen, mussten wir nach virtuellen Wegen suchen, im Kontakt zu bleiben. Nicht einfach, wenn doch gerade der Kontakt in das Theater und aus dem Theater hinaus den Nährboden für die eigene Arbeit stellt.

Nun bin ich nach langer Pause frisch aus der Elternzeit zurückgekehrt und habe das Gefühl: Jetzt geht es so richtig los! Ich bin davon überzeugt, dass ein früher und vor allem persönlicher Kontakt mit den darstellenden Künsten prägend für das weitere Leben ist. Daher freue ich mich ganz besonders, dass das Theater wieder ein offener Ort ist, an dem wir das junge Publikum auch hinter den Kulissen willkommen heißen.

Auf das junge Publikum wartet dieses Jahr ein sehr abwechslungsreiches Programm. Im Oktober und November führen wir zum Beispiel mit dem herausragenden Klezmer-Klarinettisten Helmut Eisel sein Stück NAFTULES REISEN für Kinder ab 3 Jahren auf – ich darf als Erzählerin mitwirken. Auf die Umsetzung der zeitgenössischen Kinderoper DAS KIND DER SEEHUNDFRAU bin ich ganz besonders gespannt. Zum Ende der Saison steht für mich dann die Konzertentwicklung MONA UND DER TURM DER STILLE auf dem Programm: Ein Kinderkonzert zum Mitmachen.

Mir liegt es am Herzen, nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern Menschen jeden Alters alternative Zugangsweisen zu Musik und Theater zu ermöglichen. Daher freue ich mich auch sehr auf das Ensemble der Klangwütigen, in dem wir gemeinsam alles Mögliche zum Klingen bringen werden: den Körper, die Stimme, Instrumente – aber eben auch Alltagsgegenstände, Literatur oder bildende Kunst.

Meike Koch

Ich bin sehr glücklich darüber, in dieser Spielzeit weiterhin in der Abteilung Theaterpädagogik unterstützen zu können, bei vielen spannenden Projekten dabei zu sein und meinen Kolleg*innen über die Schulter zu schauen, um weiter dazuzulernen. Dieses Jahr wird man mich hauptsächlich im Hörsaal antreffen, damit ich bald mein Studium abschließen kann. Trotzdem bin ich weiterhin einmal pro Woche im Theater.

Absolutes Highlight wird vor allem die Zeit unseres Weihnachtsmärchens „Hinter verzauberten Fenstern“. Wir besuchen Schulklassen und bieten verschiedene Formate an, um die Schüler*innen auf den Theaterbesuch vorzubereiten. Ich bin schon sehr gespannt darauf, welche Schulen ich besuchen darf!

Außerdem werden wir in dieser Spielzeit unsere Kinder-Musikwerkstatt fortführen und weiterentwickeln. Während die (Groß-)Eltern sonntags das Sinfoniekonzert besuchen, können Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren zu Johanna und mir kommen und spielerisch die Welt der Musik mit uns entdecken. So viel kann ich schon einmal verraten: es wird ein großer Spaß!

Mir ist es darüber hinaus eine besondere Herzensangelegenheit nicht nur Schulen, sondern auch Vereine für unser theaterpädagogisches Angebot zu begeistern. Wir haben im Saarland unglaublich viele Vereine, die sich in außerschulischer Jugendarbeit und Kulturförderung engagieren. An sie möchte ich eine herzliche Einladung aussprechen, sich mit unserer Abteilung in Verbindung zu setzen, um sich über verschiedene Möglichkeiten für ihre kleinen und großen Mitglieder zu unterhalten.

Luca Pauer

Diese Spielzeit wird für mich ganz im Zeichen der Teilhabe und Mitgestaltung stehen. Es ist dringend wieder an der Zeit Menschen an Theater zu beteiligen und sie mitspielen zu lassen. Die Idee des ensemble4, des Bürger*innenensembles, will weitergeführt und intensiviert werden.

Gleich zu Beginn der Spielzeit, werde ich ein Projekt mit Bürger*innen in Luxemburg umsetzen. Die Idee: eine theatrale Hommage an eine Partnerstadt. Das Netzwerk Quattropole zwischen Trier, Luxemburg, Metz und Saarbrücken initiiert performative Postkarten über jeweils einen Städtepartner. Bei einem Festakt werden vier kleine »performative Postkarten« unter dem Titel »Voices« aufgeführt. Saarbrücken wird eine Präsentation über Metz erarbeiten. Saarbrücken wird von Luxemburg in Szene gesetzt. Es freut mich sehr, dass wir die Möglichkeit haben werden auch über Landesgrenzen hinaus mit unserem Bürger*innenensemble spielen zu können.

Im Anschluss geht es weiter mit der sparte4-Produktion »Oh Mama! «, in der ich mit Saarbrücker Müttern, Nicht-Müttern und solchen, die weder noch sein wollen im Rahmen des ensemble4 zusammenarbeite. Rebekka David wird mit Schauspieler*innen eine Produktion erarbeiten, die auf Interviews von Bürger*innen basiert. Ich bin sehr stolz, dass Thorsten Köhler und ich, Rebekka dafür gewinnen konnten. Sie ist eine sehr inspirierende junge Regisseurin, die dieses Thema schon auf dem Zettel hatte, bevor wir die Idee dazu hatten. Dass sie guten Gewissens als »aufsteigender Stern am Regiehimmel« bezeichnet werden kann, die eine Menge Glanz in die sparte4 bringen wird, will ich hier nicht unerwähnt lassen. Ich freue mich auf diese Arbeit und bin extrem gespannt auf die Ergebnisse dieser Recherche.

Die Spielzeit abschließen darf ich wie immer mit meiner Inszenierung des Jungen Ensembles im April. Diesmal untersuchen wir als »Hamlets Kinder« die Zeit, die aus den Fugen gerät, aber auch das persönliche »Lostsein« jeder einzelnen.

Weitere Informationen zum Mitmachen gibt es auf unserer Website:

https://www.staatstheater.saarland/theater-und-schule

und

https://www.staatstheater.saarland/mitmachen

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Hinter dem Vorhang

Rückblick zu den Wortakrobaten

Die Schreibwerkstatt des Saarländischen Staatstheaters in der Spielzeit 2021/22

Im Oktober 2021 haben wir angefangen: Wir suchen Freitzeitautor*innen. Wer macht mit?

Und jeden Dienstag haben sich die Teilnehmer*innen der Schreibwerkstatt getroffen. Geschrieben wurde über viele verschiedenen Themen, eine Vielfalt stilistischer Methoden wurde ausprobiert. Geschrieben wurde zum Beispiel mit winterlicher Stimmung auf der Probebühne des Staatstheaters über Weihnachtsfeiererfahrungen:

Schreibwerkstatt Januar 2022

In Frühling philosophierten wir über Gedichte und den Einfluss von Reimen auf Wahrheitswahrnehmung im Chorsaal und beim heißen Wetter auf der Terrasse eines Cafés mit Fotos und Portraits als Impuls für die Kunst der Wiederholung ausprobiert.

Schreibwerkstatt in April 2022

Liebesbriefe von Charakteren, die nicht existieren, wurden über mehrere Wochen per Post verschickt. Absurde und vor allem lustige Alltagslyrik, verrückte Inszenierungsideen und Ironieszenen für die Bühne, inspiriert durch die verschiedenen Stücke der Spielzeit, und tausende andere Kurzformtexten, Gedanken, Träume und Berichte über das Empfinden ´ phantasievoller Figuren durch die verschiedenen Jahreszeiten wurden ins Leben gerufen.

Die Gruppe konnte nach und nach in die Kunst des Inszenierens reinschnuppen, dabei half die Reflexion der Körperbewegungen der Schauspieler:innen. Ein besonderes Higlight war dann: Der Workshop von Anne Rieckhof im Herzwerk. Ein sehr erfrischender Weg, um das Schreiben zu entdecken. https://herzwerk-saarbruecken.de/

Schreibwerkstatt im Herzwerk Mai 2022

Bei dem Stück des Jugendclubs »Die Zeitzeugen der Postapokalypse« wurde ein »erstes Mal« auf der Bühne gewagt und während des Einlasses einige Texte zu Thema »Liebe« vorgelesen.

Den 23.04.2022 auf der Bühne des Alten Feuerwache

Am Dienstag danach, nach der Anweisung »Beschreibe einen Moment, den du jetzt beschreiben musst, um es nie zu vergessen« berichtet Frank:

Wir sind zusammen in der Alten Feuerwache, einer Bühne des Staatstheaters, und lesen gemeinsam unsere Texte, sechs Leute der Schreibwerkstatt. Anstatt alleine zu arbeiten, im Home Office, im Lockdown oder in Quarantäne, arbeiten wir miteinander. Ich lese einen Teil meines Textes, jemand anderes einen anderen Teil, und es ergibt ein wunderschönes Ganzes. Alle unsere Texte stimmen das Publikum auf das kommende Theaterstück ein, das die Jugendgruppe des Theaters aufführen wird. Und das Publikum ist überraschend ruhig, vielleicht hört es uns sogar richtig zu – ich kann es nicht beurteilen, mein ganzer Fokus ist auf meinen Text gerichtet. Vor meinem zweiten Text wage ich mich ganz nach unten auf die Bühne und betrachtete die 200 Menschen, die auf der Tribüne sitzen.
Als Charlotte mit ihrem Gedicht fertig ist, lese ich. Ich bin erstaunlicherweise ganz gelassen und konzentriert, ich spreche ruhig ins Mikrophon, meine Worte fließen. Dann liest Andreas den zweiten Teil des Textes, ich schaue ihm zu, er steht oben in der siebten Reihe. Anna, die Leiterin der Schreibwerkstatt sitzt neben ihm und lächelt: es läuft. Zum Schluss kommt der dritte Teil des Textes, der keinen richtigen Sinn hat, da er einfach nur das Gegenteil des vorherigen Textes sein soll, doch ich lese ihn voller Überzeugung. »Schaut mich an, hört mir zu, ich bin der Mann mit dem Mikrofon, der liest und etwas zu sagen hat!«
Als ich fertig bin, gehe ich nach oben und überreiche Daniel mein Mikrofon. Ich setze mich und höre den anderen beim Lesen zu – ich habe Feierabend. Nach all der Aufregung, nach der ganzen Nervosität, nach dem Stress ist es geschafft, und alles war gut und leicht und schön. Nach unserer Einstimmung spielen die Jugendlichen ihr Stück über Romeo und Julia, das sie erarbeitet haben, und es ist wirklich sehr beeindruckend und sehr gelungen. Am Ende bekommen sie einen langen, lauten, verdienten Applaus, und sogar wir von der Schreibwerkstatt dürfen vor die Bühne gehen und uns etwas Applaus abholen. Das Gefühl, Teil von etwas Größerem und Wertvollen, Teil eines Kunstwerkes gewesen zu sein, ist bei allen Beteiligten zu spüren – nach all der langen Zeit des Isoliert- und Alleinseins wegen der Pandemie.
Ich fühle, dass das Schreiben nicht aus dem Schreibprozess an sich besteht, sondern auch im Teilen des Geschriebenen mit anderen. Wir, die Leute der Schreibwerkstatt, machen noch ein Erinnerungsfoto, gehen ins Weinbistro Hauck und feiern unsere erste öffentliche Lesung.

Frank, ein Wortakrobat.

Kurz nach der Schreibwerkstatt :

Es ist noch keine Melancholie, weil das Gefühl, was bleibt, als ich auf dem Heimweg bin, so positiv ist. Es lässt mich lächeln und das Gute sehen. Ein déjà vu, plusieurs fois, chaque fois en fait.

Egal ich mit gemischten Gefühlen gekommen bin, oder ganz und gar zufrieden. Du hast etwas bewirkt, es ist etwas geblieben, das mehr ist, als die Texte, die wir schrieben. Und an das ich mich gern erinnere. Wir bekamen Methoden an die Hand, Ausstöße und Anstössen, nie ohne ein bisschen Humor vermittelt. Wir lernten über uns, während wir für andere schrieben. Die Stimme verleiht den Worten die Kraft, zu den Herzen durchdringen und sie zu bewegen. Doch die Tinte auf Papier wird ewig bleiben und uns daran erinnern, wie wir zusammensaßen, reflektierten, philosophierten, lamentierten und uns sicherlich auch ein Stück weit engagierten. Und vielleicht schließt sich am Ende der Kreis, in dem wir alle einen Platz haben. Er wird bestehen bleiben, getragen von den Seiten, die ihn erwähnen.

Leandra, eine Wortakrobatin

Danke, euch lieben Wortakrobaten. Es war eine sehr schöne Schreibzeit, die ihr durch eure Motivation und literarischen Ideen und Lächeln möglich gemacht habt.

Nächster Termin: Dienstag den 6. September 2022, von 18 bis 19:30. Jeder zwischen 15 und 100 Jahren der mitschreiben möchte – auch sehr gerne Anfänger:innen oder Freitzeitsautor:innen – ist herzlich eingeladen, Wörter auf Papier mit uns fließen zu lassen. Anmeldung unter: a.arnould@staatstheater.saarland

Bis dahin, möge der Sommer euch zu neuen Geschichten inspirieren…

Bis bald!

Anna Arnould-Chilloux,
Theaterpädagogin für Schauspiel und Tanz

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Hinter dem Vorhang

Theaterluft schnuppern

Joline Schwarz war Praktikantin in der Theaterpädagogik

Ich heiße Joline Schwarz, bin 15 Jahre alt und habe mein Praktikum am Saarländischen Staatstheater gemacht. Seit der Spielzeit 2021/2022 bin ich Mitglied im Jungen Ensemble. Wir sind eine feste Gruppe von Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren, die jedes Jahr eine Theaterproduktion in der Alten Feuerwache erarbeiten. Im April feierten wir Premiere. Luca Pauer, Theaterpädagogin und Leiterin des Jungen Staatstheaters und der sparte4, führte Regie beim Jungen Ensemble und begleitet uns auf dem Weg auf die Bühne.

Joline Schwarz, Pauline Grass | Foto: Astrid Karger

Während meines zweiwöchigen Praktikums wollte ich endlich auch hinter die Bühne schauen. Dies war für mich eine sehr besondere Erfahrung in der ich sehr viel dazugelernt habe. Ich habe viele Einblicke in den Alltag von den Theaterpädagog*innen bekommen. Zudem auch Einblicke hinter die Kulissen der verschiedener Stücke wie z.B. »Carmen«. Meine Aufgaben waren zum Beispiel das Netzwerk der Schulen zu aktualisieren, bei Bühnenführungen dabei zu sein, Requisiten für das Kinderkonzert herzurichten und bei der Einrichtung zu helfen.

Joline Schwarz ©HONKPHOTO

Ganz besonders war für mich das Fotoshooting, dass wir spontan abgehalten haben. Ich durfte im Feenkostüm für den Werbeflyer des Jungen Saarländischen Staatstheaters posieren. Die Zeit am Staatstheater hat mir sehr gefallen, vor allem zu sehen was im Theater »abgeht« wenn man mal nicht als Spielerin des Jugendclubs involviert ist. Ich würde es jederzeit nochmal machen und kann es jede*r Theaterliebhaber*in, oder auch einfach jemandem der sich fürs Theater interessiert, empfehlen!

Joline Schwarz,
Praktikantin in der Theaterpädagogik und im Jungen Staatstheater